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Gemeinde-News
Eltern als „beste Freunde“ funktioniert nicht!



Die Buchautorin der Tyrannenkinder-Reihe ("Wenn die Tyrannenkinder erwachsen werden" und "Der Tyrannenkinder-Erziehungsplan") und Kinder-Psychotherapeutin Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger referierte im Festsaal der NMS Heiligeneich.

Thema: Wie wird die Zukunftsgesellschaft ausschauen? Und wie soll man Kinder für diese hochkomplexe Zukunft vorbereiten?
Ungeschönt und mit humorvollen Erzählungen warnte Dr. Martina Leibovici-Mühlberger davor, die zukünftige Generation ohne Regeln aufwachsen zu lassen und zeigt auf, welche Verantwortung die Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder tragen. Denn nicht selten präsentiert sich der Nachwuchs "kränkelnd":
Mit Symptomen oder Krankheitbildern wie ADHS, Verhaltensoriginalität, Orientierungslosigkeit, Leistungsverweigerung, geringe Frustrationstoleranz, Übergewichtigkeit oder auch Diabetes zeigen Kinder aber auf, dass ihnen gesellschaftliche und familiäre Umstände nicht gut tun: Wenn Eltern nur Freunde sein möchten und ihre Elternrolle nicht wahrnehmen, nur Wunscherfüller seien, aber die Bedürfnisse ihrer Kinder dabei übersehen. Oder wenn die Gesellschaft in ihnen Konsumenten erkennt und sie frühzeitig mit Dingen überhäuft, die tatsächlich schädlich für sie sind.
"Ich muss Grenzen setzen, die für mein Kind und sein Alter passend sind." Ihre Hauptbotschaft: "Wir müssen die Ärmel aufkrempeln." Denn die nächste Generation werde Probleme lösen müssen, "von denen wir heute als erwachsene Generation nicht einmal träumen". Dafür brauche die jetzt heranwachsende Generation einen stabilen Selbstwert und ein hohes ethisches und moralisches Bewusstsein.
Es braucht einen anderen Menschentyp, "einen, der bereit ist, sozial über seinen Häferlrand hinauszudenken", einen "Homo sapiens socialis", nicht einen "Homo sapiens bestialis".
Die Institutionen Kindergarten und Schule leisten dabei neben den Eltern als Sozialisierungseinrichtung einen unverzichtbar wertvollen Beitrag zu ihrem Erziehungsauftrag, der sie zusätzlich zu ihrem Bildungsauftrag manchmal an die Grenzen der Leistbarkeit führt.
Die geladenen Vertreter der Bildungsinstitutionen und der Wirtschaft bekräftigten diese Aussagen und tauschten sich bei der anschließenden Podiumsdiskussion mit dem Publikum aus.
Moderiert wurde dieser Abend vom Geschäftsführer des BhW NÖ: Martin Lammerhuber.
Organisiert wurde der Vortragsabend vom BhW Atzenbrugg unter der Leitung von OSR Susanne Haidegger gemeinsam mit dem Bildungsgemeinderat der Gemeinde Atzenbrugg Franz Buchberger.

Foto + Text BhW Atzenbrugg

Atzenbrugg, 14.5.2018/Dop


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